Protestantische Kirchengemeinde Neunkirchen am Potzberg

Gemeindeblättchen Nr. 116, Juni 2006


Gottes Geist in unseren Worten

 

Pfingsten

Ein verwirrendes Bild ist hier zu sehen. Zwei Menschen, deren Mund weit aufgerissen ist, aus deren Kehlen sich große Bewegung freisetzt. Sprache, Worte, Gedanken, Einsichten und Fragen verschaffen sich da Raum. Bewegt ist das, was da aus den Mündern kommt, vielgestaltig, aber es findet zusammen. Die Linien, die das Hervorgebrachte festhalten, sie laufen zusammen. Zwei Menschen, die von etwas reden, was sie einander begegnen lässt.
Über jedem der beiden Menschen schwebt etwas. Es könnte eine kleine Wolke oder auch eine Flamme oder eine angedeutete Taube sein. Symbol für des Heiligen Geist, der die beiden reden lässt.

Wir haben in unseren beiden Gemeinden Konfirmation gefeiert, haben die Passions- und Osterzeit erfahren, haben auf dem Potzberggipfel die Himmelfahrt Jesu bedacht und gehen nun auf Pfingsten zu.
Wir haben 23 junge Menschen konfirmiert. Sie haben ihren Glauben mit der ganzen Gemeinde bekannt und haben mit "ja" auf die Frage geantwortet, ob sie im christlichen Glauben wachsen und bleiben wollen.
Wir haben von großen Dingen gesprochen: von Kreuzigung und Auferstehung, von Tod und Leben. Wir hörten, dass Jesus zu Gott aufgefahren ist und werden ihn an Pfingsten als den Herrn bekennen, der seinen Geist herab auf uns Menschen sendet und uns so nahe ist.
Es ist bei uns viel gesprochen worden in den letzten Wochen. Und als seine Zeugen, zu denen der auferstandene Herr uns berufen hat, werden wir auch künftig, seine Nähe unter uns bezeugend, weiter reden.

Hoffentlich wird es so sein wie auf dem Bild: dass unsere Worte zueinanderfinden und dass sie uns verbinden. Dass diese Worte gesprochen werden nicht nur durch unser Denken und Fühlen, sondern in der Wirkung von Gottes Geist. Damit das auch Kraft gewinnt, was wir glauben. Damit uns das erreicht, wovon wir nur in Menschenworten reden können. Und damit wir das auch durch unsere Taten glaubwürdig bezeugen, was wir in Menschenworten reden.

So könnte der Geist Gottes wirken.
Sehnsucht nach solcher Wirkung und auch die Erfahrung solchen Wirkens - bei Ihnen selbst und den Menschen, mit denen Sie reden - das wünscht Ihnen in der Zeit vor und nach Pfingsten

Ihr

Michael Comtesse

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