Protestantische Kirchengemeinde Neunkirchen am Potzberg

Gemeindeblättchen Nr. 133, April 2009


Konfirmation - ein wichtiger Schritt

 

Weg
Die Zeit, in der Eltern zwar mit ihren Kindern, aber oft auch für sie entscheiden, geht mit der Konfirmation ihrem Ende entgegen. Groß sind sie geworden, die Säuglinge und Kleinkinder, deren Fotos bei der Familienfeier am Konfirmatinstag noch einmal betrachtet werden. Groß und schon ein bichen erwachsen.

Vieles ist seitdem geschehen. Gelingendes, das uns glücklich macht, genauso wie Belastendes, das uns bedrückt. Wir haben gelernt, dass unser Lebensweg oft eben keine gut ausgebaute Straße ist, sondern ein mit Bedacht zu gehender Weg wie auf dem nebenstehenden Foto.
Behutsam will dieser Weg begangen sein und doch mit festem Schritt. Aufmerksam die Unebenheiten wahrnehmend, die das Leben mit sich bringt: Die Entfremdung zwischen den Elternteilen kann das genauso sein wie das Scheitern von Freundschaften oder die Entwicklung von Kindern, die sich anders als gedacht vollzieht. Wer nur Schritt vor Schritt setzt, gerät leicht ins Stolpern, weil er sich auf einer breiten Straße ohne Unebenheiten wähnt.

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden übernehmen nun zunehmend Verantwortung für sich und ihren Lebensweg. Wir wünschen ihnen, dass sie auch genau hinschauen, wohin sie ihren Fuß setzen: Ist das auch ihr Weg? Es ist gut, von Zeit zu Zeit stehen zu bleiben, einfach so und sich umzugucken.
Was umgibt mich jetzt im Moment auf diesem Punkt meines Lebensweges?
Wo sind meine Eltern, meine Freunde, wo ist Gott?
Es ist mein Leben, mein Weg - und doch gehe ich ihn in Gemeinschaft mit anderen.

Wir wünschen unseren Konfirmandinnen und Konfirmanden, dass sie ihren Weg achtsam gehen und in Kontakt mit denen, die ihnen wichtig sind.
Wir wünschen ihnen, dass sie mit Gott im Gespräch sind auf ihrem Weg.
Wir wünschen ihnen Menschen, die mit ihnen gemeinsam überlegen, welches der richtige nächste Schritt ist, und Menschen, die ihnen helfen, wenn sie ihren Weg verlassen haben.

Gott, dessen Segen sie am Altar zugesprochen bekommen, ist mit ihnen unterwegs. Das macht Mut und ermöglicht Zutrauen, sie ihren Weg gehen zu lassen - in der Hoffnung, dass sie den Weg finden, der Gottes Weg mit ihnen ist.
Es grüßt Sie

Ihr

Michael Comtesse

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