Protestantische Kirchengemeinde Neunkirchen am Potzberg

Gemeindeblättchen Nr. 134, Juni 2009


Pfingsten - ein Fest der Ökumene

 

Pfingsten
Religion ist wieder "in", Glaubensfragen werden öffentlich zum Thema.
In den Medien geben Menschen sehr bereitwillig Auskunft über ihren Glauben - und sie zeigen religiösen Wissensdurst. Sie wollen wissen, wie Christen denn nun die Fragen nach dem Sinn des Lebens oder auch nach der Bewältigung von Leid und Tod beantworten. Aber viele verstehen immer weniger und manche gar nicht mehr, warum sich Christen in unterschiedlichen Kirchen versammeln und auf manche Fragen unterschiedliche Antworten geben. Es gibt keinen Grund, so zu tun, als gäbe es keine konfessionellen Unterschiede mehr.

Aber es gibt Gründe genug, den Menschen zu zeigen, dass die Gemeinsamkeiten größer sind, als die Unterschiede; dass wir gemeinsam an den Gott der Liebe glauben, den uns Jesus als seinen Vater nahe gebracht hat. Gerade das Pfingstfest bietet dazu eine passende Gelegenheit.

Wieso gerade Pfingsten? Nach einer Umfrage wissen nur 39 Prozent der Westdeutschen und nur 12 Prozent der Ostdeutschen, was es mit diesem Fest auf sich hat. Pfingsten ist ja auch nicht so einfach zu verstehen wie Weihnachten, wo es um die Geburt, und Ostern, wo es um die Auferstehung Jesu geht, den wir seitdem als den Sohn Gottes bekennen. Das Pfingstfest hat im Kern mit Ökumene zu tun. Pfingsten wird oft als der Geburtstag der Kirche bezeichnet, das bezieht sich auf die Erzählung im Neuen Testament, in der die durch den Tod Jesu entgeisterten und verwirrten Jünger auf einmal wieder Mut und die Kraft bekommen, sich gemeisam auf den Weg zu machen und die frohe Botschaft zu verkündigen. Als Wunder wird es empfunden, dass ausnahmslos alle diese Botschaft verstanden - und das waren damals viele Jerusalemtouristen aus aller Herren Länder. Es war ein großes Fest der Gemeinschaft, der Gemeinsamkeit, ja der Einheit. Bei aller Verschiedenheit der Menschen, die sich zu Christus bekannten:
An Pfingsten sangen und beteten sie gemeinsam!

Welches Fest eignet sich heute besser, die Einheit der Christen zu bekunden, als Pfingsten. Deswegen richtet auch der Ökumenische Rat der Kirchen alle Jahre an Pfingsten seine Pfingstbotschaft an seine Mitgliedskirchen. Pfingsten soll uns aufrütteln, als Protestanten und Katholiken gemeinsam unseren christlichen Glauben gegegenüber einer sich immer unchristlicher gebenden Welt zu bezeugen. Und zwar nicht nur in Speyer am Sitz des Bischofs und des Kirchenpräsidenten.

Wir sind sehr dankbar, dass wir in der "Ökumene im Westrich" nunmehr seit zwanzig Jahren die Möglichkeit haben, an den Kerwesonntagen morgens in Reichenbach-Steegen und in Neunkirchen einen ökumenischen Gottesdienst mit Agapefeier zu halten.
Das ist einzigartig und wertvoll, und deswegen gilt es diese Tradition zu hegen und zu pflegen und lebendig zu erhalten. Mit unseren ökumenischen Gottesdiensten erhalten wir das Pfingstereignis unter uns am Leben.
Wir machen mit diesen Gottesdiensten in der Öffentlichkeit deutlich:
Wir bekennen uns gemeinsam zu unserem Glauben.
Wir tragen unseren Glauben offensiv in die Offentlichkeit.
Wir wollen anderen Menschen deutlich machen:
Es hilft uns in unserem Leben, dass wir von der Liebe Gottes zu uns Menschen wissen. Das macht es uns leichter, auch schwierige Belastungen zu tragen. Und es gibt uns die Chance, fröhlich unser Leben zu leben.
Feiern Sie den ökumenischen Kerwegottesdienst mit uns am Sonntag, dem 26. Juli um 10 Uhr in der Unionskirche.
Es grüßt Sie

Ihr

Michael Comtesse

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